Mehr Platz auf dem Schreibtisch durch einen flachen Bildschirm ist inzwischen zum Standard geworden. Die schicken TFT-Monitore haben ihre klobigen Vorgänger mit Röhre abgelöst und sind zugleich immer leistungsfähiger und vor allem für jedermann erschwinglich geworden.
Die ersten TFT-Monitore, welche vor einigen Jahren auf den Markt kamen, stellten keine vollwertige Konkurrenz zu den marktbeherrschenden Röhrenmonitoren dar, sondern eigneten sich nur für Büroanwendungen. Der Grund dafür: Sie waren in punkto Reaktionszeit zu langsam, um schnelle Grafikprozesse flüssig darstellen zu können. Außerdem waren die ersten TFT-Monitore mit einer Größe von 14 Zoll kleiner als die Standardröhrenmonitore, was auf Kosten einer übersichtlichen Darstellung ging, denn die Auflösung war um einiges geringer.
Inzwischen ist die Entwicklung der TFT-Monitore soweit fortgeschritten, dass die Geräte auch höchsten Ansprüchen gerecht werden können. Die Standard-Bilddiagonale ist auf 19 Zoll gewachsen, als Format hat sich -wie bei den Fernsehbildschirmen- das Breitbild etabliert. Die neuesten Modelle kommen mit hochauslösenden, klaren Bright-View-Displays, die Farben leuchtend wiedergeben und bewegte Bilder aufgrund einer Reaktionszeit von etwa 4 ms ruckelfrei präsentieren können. Sie verfügen über Anschlüsse zur digitalen Bildübertragung zum PC, können aber mittels Adapter auch noch an Modelle mit älteren Grafikkarten angeschlossen werden. Wenn man Größe und Ausstattung der TFT-Monitore betrachtet, ist nach oben hin alles offen. Man bekommt Geräte mit Verzögerungen von einer Millisekunde und 30 Zoll Bildschirmdiagonale - die Größe eines kleinen Fernsehgerätes. Die Platzersparnis auf dem Schreibtisch ist dahin, aber das riesige Bild mit viel Platz auf dem Desktop und der brillanten Darstellung imponiert. Allerdings haben diese Supermonitore auch ihren Preis.
Für den normalen Anwender gibt es vielfältige Auswahl zu Preisen um die zweihundert Euro. Man sollte beim Kauf auf eine Bildschirmdiagonale von 19 bis 21 Zoll und eine Reaktionszeit von 8 bis 4 ms achten. Der Monitor sollte ein Bright-View-Display und einen zukunftsweisenden digitalen Anschluss besitzen. Führende Hersteller sind Samsung und LG Electronics.